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Interview mit Herrn Bürgermeister Möller

Schenklengsfeld

Interview mit Herrn Bürgermeister Carl Christoph Möller M.Sc., (E)M.Sc.;

für ein Schulprojekt. Durchgeführt von Hanna Kirst

 

 

1. Politische Ziele

 

Meine politischen Ziele liegen primär in der Entschuldung der Gemeinde, ohne eine zusätzliche Belastung der Bürgerinnen und Bürger herbeizuführen. Dieses hoch gesteckte Ziel ist leider nur schwer zu erreichen, da wir nicht nur hoch verschuldet, sondern auch noch viele unerledigte Pflichtaufgaben zu erfüllen haben, welche ebenfalls sehr kostenintensiv sind. Dieses Phänomen bezeichnet man als Investitionsstau. Viele wichtige Aufgaben sind seit Jahren zu erfüllen, gerne würde ich alle diese sofort bedienen, die finanziellen Mittel hierfür sind aber beschränkt, sprich ich kann nicht mehr Geld ausgeben, als ich zur Verfügung habe. Daher ist es wichtig unsere zur Verfügung stehenden Mittel klug zu verwenden und sich zunächst nur auf die wichtigsten Pflichtaufgaben zu konzentrieren, welche an Fristen gebunden sind, um somit Strafen bei Nichterfüllung zu vermeiden. Dies bedeutet für Alle, dass wir leider den Gürtel enger schnallen müssen, bis wir diese erfüllt haben. Es ist nicht zielführend Bonbons zu verteilen und immer weiter in die Verschuldung abzurutschen. Machen wir weiter wie bisher, benötigt die Gemeinde Schenklengsfeld bereits jetzt über 30 Jahre (ohne Neuverschuldung), um Ihre Schulden zu bedienen und wäre nahezu handlungsunfähig.

 

Um dieser Abwärtsspirale zu entkommen ist es erforderlich althergebrachte Denkweisen und Silodenken zu durchbrechen und neue Strukturen zu schaffen. Schenklengsfeld braucht dringend neue Arbeitsplätze durch Gewerbeansiedelungen.

Wir sind eine wunderbare Wohngemeinde, aber allein diese Tatsache ist leider nicht ausreichend, wenn wir weiterhin unseren gewohnten Standard halten möchten, da dieser ebenfalls finanziert werden muss. Weiterhin müssen unsere bisherigen Strukturen und Abläufe überprüft und optimiert werden, um diese effizienter zu gestalten. Große Erfolge könnten hier der Einsatz von neuen Technologien und Innovationen bringen. Als Gemeinde sind wir ein Dienstleister für unsere Bürgerinnen und Bürger, diese zahlen unsere Gehälter und haben somit einen Anspruch auf die bestmögliche Betreuung durch uns.

 

 

2. Warum sind Sie Bürgermeister geworden?

 

Als Schenklengsfelder möchte ich so viel als möglich für meinen Heimatort bewegen. Mein Traum wäre es, wenn Schenklengsfeld wieder das Feld der Gemeinden im Kreis anführen würde. Leider belegen wir zurzeit einen der letzten Plätze. Das muss sich dringend ändern. Dies können wir nur gemeinsam schaffen, daher möchte ich die Bürgerinnen und Bürger stärker in politische Entscheidungsprozesse einbinden. Auch würde ich mich über eine stärkere Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an den öffentlichen gemeindlichen Sitzungen freuen.

 

 

3. Was haben Sie dieses Jahr / nächstes Jahr vor?

 

Wir müssen dringend die EKVO (Eigenkontrollverordnung) im Bereich Kanalsanierung erfüllen. Daher sind zurzeit so viele Baustellen in der Gemeinde. Weiterhin müssen wir die EKVO im Bereich der Kanalbefahrung schaffen. Hier wird geschaut, ob unsere Kanäle noch in Ordnung sind, oder ob es unerkannte Probleme gibt. Dann müssen wir uns um unsere 2 Kläranlagen kümmern, da es hier Probleme mit den Grenzwerten gibt und immer wenn wir diese nicht einhalten, wir leider Strafe zahlen müssen, das möchte ich zukünftig vermeiden. Weiterhin sind wir dabei neue Gewerbe – und Wohnflächen auszuweisen, damit sich künftig Gewerbe, als auch neue Bürgerinnen und Bürger ansiedeln können. Unsere Kindergärten erfahren gerade eine neue Strukturierung, um somit die Arbeitsbedingungen für unsere Erzieherinnen zu verbessern, damit diese mehr Zeit für die Betreuung unserer Schenklengsfelder Kinder haben. Für unsere Tagespflege haben wir einen Betreiber gefunden und stehen mit diesem in Verhandlungen, damit wir auch endlich dieses für Schenklengsfeld so wichtige Projekt zum Abschluss bringen können, damit zukünftig auch unsere Älteren so lange als möglich in Ihrem geliebten Heimatort bleiben können. Die ersten Unternehmen waren bereits in Schenklengsfeld und haben sich unser baldiges Gewerbegebiet angeschaut. Damit sich diese ansiedeln ist es von enormer Bedeutung, dass wir unseren alten Bahnanschluss reaktivieren, damit diese Ihre produzierten Güter einfach in die ganze Welt verschicken können. Auch muss Schenklengsfeld gründerfreundlicher werden. Gründer, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen, sollten optimal betreut werden, damit ihre Unternehmen die Chance auf Wachstum haben. Weiterhin möchten wir unserer Jugend ein noch besseres Ferienprogramm bieten, als auch kostenfreie Hot Spots. Dann steht noch eine Prüfung zur Rathaussanierung aus, wobei ich einen Umzug in eine andere Immobilie befürworte, da ich auf Grund unserer Pflichtaufgaben kein Geld für eine nötige Sanierung sehe. Zurzeit haben wir 5 Möglichkeiten zur Auswahl, welche geprüft werden müssen. Und natürlich die Wünsche und Probleme der Bürgerinnen und Bürger, welche mich tagtäglich im Büro besuchen und schnell geholfen haben möchten. Du siehst also, es gibt sehr, sehr viel zu tun.

 

 

4. Pläne der Gemeinde

 

Bevor wir Pläne schmieden, müssen wir zunächst alle Altlasten erledigen, um somit in Erfahrung zu bringen, wo wir stehen und was wir uns leisten können. Zurzeit bearbeiten wir diesbezüglich unsere ungeprüften Jahresabschlüsse von 2011 an. Wir sind aber auf einem guten Weg und werden im Januar 2019 noch die Fertigstellung schaffen, erst dann können wir vernünftig und nachhaltig planen.

 

Helmut Kohl hat es in einem Satz ausgedrückt, daher möchte ich diesen gerne Zitieren:

 

„Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten.“

 

 

5. Welche Tätigkeiten führen Sie aus?

 

Als Bürgermeister bin ich für die zukünftige Ausrichtung der Gemeinde verantwortlich. Ich erarbeite Vorschläge und Lösungsansätze und präsentiere diese unseren gewählten Gemeindevertretern zu Abstimmung.

 

Liebe Hanna vielen Dank für Deine Zeit und das nette Interview.

 

Foto: Bürgermeister Carl Christoph Möller