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Als die Amis kamen

Schenklengsfeld, den 03.04.2020

Pressemitteilung des Heimatvereins Landeck 1953 e.V.

 

Vor 75 Jahren:

Die Ereignisse im Landecker Amt zum Kriegsende

Die Geschehnisse zum Ende des 2. Weltkrieges „Als der Ami kam“ sind für das Landecker Amt recht gut dokumentiert und vor allem in den Fest- und Jubiläumsschriften der verschiedenen Ortschaften in den letzten Jahren veröffentlicht worden. Es lohnt sich, die folgenden Beiträge jetzt noch einmal zu lesen.

 

Eine sehr gute und ausführliche Beschreibung der Geschehnisse finden sich in der Festschrift „700 Jahre Schenksolz“ von 2012. Hier schildert Frau Minna Grebe in ihrem Beitrag „Das Kriegsende 1945 in Schenksolz“, wie sie in der Karwoche und zu Ostern den Einzug der amerikanischen Soldaten erlebte.

 

In der Festschrift „625 Jahre Wüstfeld“ von 2013 wird in einem Artikel von mehreren Zeitzeugen vom „Einmarsch der US-Armee 1945“ berichtet. Die US-Truppen kamen mit Panzern über Fischbach und Erdmannrode am Karfreitag, den 30. März in unsere Gegend.

Aus Tagebuch-Aufzeichnungen wird in einem längeren Artikel in der Festschrift „725 Jahre Konrode 1292 – 2017“ über „Konrode zur Zeit des Dritten Reiches (Nationalsozialismus)“ erinnert und dabei auch der schnelle Vormarsch der amerikanischen Armee am Karfreitag und Karsamstag geschildert.

 

Die Ereignisse um und in Hilmes finden sich in der Festschrift „650 Jahre Hilmes“ von 2017, in der aus der Schulchronik zitiert wird. In einem Feuergefecht vor Hilmes fanden deutsche und US-Soldaten den Tod. Auf dem Hilmeser Friedhof werden bis heute die drei Gräber der deutschen Gefallenen gepflegt.

 

Was geschah bei der Kirche in Schenklengsfeld?

 

In den schriftlichen Erinnerungen von Wolfgang Boos, Sohn des damaligen Pfarrers Gustav Boos, wird u.a. berichtet, wie die Übergabe von Schenklengsfeld an die US-Armee geplant war.

Wolfgang Boos hat mit Hilfe seiner Schwester Erika folgende Beobachtungen zu Papier gebracht:

 

„Herr Georg Walger, Zimmermeister und Kirchenältester, und unser Vater, Pfarrer Gustav Boos, bewirkten die kampflose Übergabe des Ortes am Karfreitag 1945 an die Amerikaner. Sie hissten am Turm der Kirche eine weiße Fahne (Betttuch aus dem Pfarrhaus) unter Lebensgefahr. An der Linde vor der Mauritius-Kirche versammelte sich ein kleiner Trupp junger Soldaten und versuchte, mit Gewehren die beiden am Turm hantierenden Männer zu erschießen. Unsere Mutter Wally Boos sah die Soldaten und rannte die Kirchturmtreppen hinauf, um durch Zuruf die beiden zu warnen. Inzwischen kam wie ein Wunder Herr Altmüller (Ring) durch das „Gängelchen“ und sah das Drama. Er schlug mit seiner Peitsche mit lautem Schimpfen in die Soldatengruppe, die geschockt sofort den Kirchplatz verließ. (Später erfuhren wir in Richtung Buchwald.) Die Amerikaner standen schon in Wüstfeld und fuhren langsam, nach Erkennen der weißen Fahne, in Richtung Konrode – Schenklengsfeld. Ein Herr Lotz stand auch mit einer weißen Fahne kurz vor der Konroder Eisenbahnbrücke, als die Amerikaner mit ihren Panzern anrückten.“

Diese Vorkommnisse an der Kirche werden im Wesentlichen durch andere Erinnerungen bestätigt, was das Hissen der weißen Fahne oben am Turm durch Georg Walger und Pfarrer Boos betrifft. Allerdings gibt es auch abweichende Versionen über die Geschehnisse unten auf dem Kirchplatz.

 

Es wäre zu begrüßen, wenn sich noch ältere Zeitgenossen an diese Tage erinnern würden oder aus den Erzählungen der noch Älteren berichten könnten. Über einen Telefonanruf würde ich mich freuen.

 

Karl Honikel