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Ein "besonderer Tag" in Schenklengsfeld



Am Sonntag, den 11. September 2022 fand ein „besonderer Tag“ in Schenklengsfeld statt. Anlässlich der Feierlichkeiten begrüßte Bürgermeister Möller alle Gäste mit seiner Eröffnungsrede:

Sehr geehrte Ehrengäste,
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich darf Sie alle recht herzlich zu unserer heutigen Großveranstaltung in Schenklengsfeld begrüßen. Diese setzt sich zusammen aus dem verkaufsoffenen Sonntag „Landeck Open“, dem Wandermarkt der kuppenrhöner Gemeinden, dem Weinbergfest der Weinbergfreunde und der Erntetauschbörse. Da sich Schenklengsfeld heute von seiner schönsten Seite zeigt, möchten wir diese Gelegenheit und Feierstunde gerne nutzen und zusätzlich am heutigen Tag an die Gebietsreform vor 50 Jahren erinnern. Nur gemeinsam kann man große Ziele erreichen. Daher möchte ich mich ganz herzlich bei allen Organisatoren und Helfern des heutigen Tages für ihr Engagement für unseren schönen und lebenswerten Ort bedanken. Auch möchte ich mich gerne bei Ihnen, liebe Gäste bedanken, dass Sie heute unsere Veranstaltung besuchen.

Vor genau 50 Jahren, am 1. August 1972, kommen die ersten acht hessischen "Neugliederungsgesetze". Am Ende sind von 2.642 selbstständigen kleinen Gemeinden noch 421 übrig. Die meisten Dörfer werden Orts- oder Stadtteile. Die Zahl der kreisfreien Städte schrumpft von 9 auf 5. Von 39 Landkreisen bleiben 21. Schlagkräftiger und moderner soll die kommunale Verwaltung auch im Landecker Amt werden um mit gesellschaftlicher, sozialer und technischer Entwicklung Schritt zu halten, getreu dem Motto von Raiffeisen: Vereint sind auch die Schwachen stark.

Die Gemeinde Lampertsfeld wurde bereits am 1. April 1962 nach Schenklengsfeld eingemeindet. Die Großgemeinde entstand in den Jahren 1971 und 1972 im Zuge der Gebietsreform in Hessen. Bereits am 1. Februar 1971 wurden die Gemeinden Konrode, Oberlengsfeld, Unterweisenborn und Wehrshausen auf freiwilliger Basis eingegliedert. Am 31. Dezember 1971 folgten die Gemeinden Dinkelrode, Landershausen, Malkomes und Schenksolz. Am 1. August 1972 kamen die Gemeinden Erdmannrode (aus dem Landkreis Hünfeld), Hilmes, Wippershain und Wüstfeld kraft Landesgesetz hinzu. Für alle 13 bei der Gebietsreform eingegliederten Gemeinden sowie für die Kerngemeinde mit Lampertsfeld wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.

50 Jahre später zeigt sich, dass die Gebietsreform der erforderliche und notwendige Schritt in die richtige Richtung war. Immer neue Auflagen im Pflichtaufgabenbereich in Millionenhöhe hätten die 13 selbstständigen Zwergengemeinden nicht leisten können. Selbst der Großgemeinde Schenklengsfeld fällt es heute schwer die geforderten Auflagenpakete im Pflichtaufgabenbereich zu meistern. Es ist in der Natur der Sache, das neue Aufgaben auch immer neue Lösungsansätze mit sich bringen. So ist Schenklengsfeld infrastrukturtechnisch hervorragend aufgestellt. Unter dem Aspekt der Wohngemeinde wurde hier in der Vergangenheit hervorragende Arbeit geleistet. Schenklengsfeld verfügt über zwei Schulen, Ärzte, eine Apotheke, eine Tagespflege, zahlreiche Handwerksbetriebe, selbstständige Unternehmer, zwei sehr gut sortierte Einkaufsmärkte, eine ausgeprägte Vereinskultur und ein wunderbares Freibad. Insbesondere möchte ich mich an dieser Stelle bei unseren ehrenamtlichen Helfern der Freiwilligen Feuerwehr und des Roten Rotes Kreuzes herzlich bedanken, welche sich Tag und Nacht für unsere Sicherheit vor Ort engagieren.

Sogar ein eigener Eisenbahnanschluss in Schenklengsfeld war in der Vergangenheit vorhanden, durch welchen man heutzutage den Lückenschluss vom Werratal zum Hersfelder ICE Bahnhof hätte herstellen können. Eine Großgemeinde bringt natürlich auch große Verantwortung mit sich und so ist es nicht verwunderlich, dass wir auch nun 50 Jahre später nach der damaligen Gebietsreform wieder vor großen Herausforderungen stehen. Um Ihren zahlreichen Aufgaben gerecht zu werden und um die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger, als auch der Ortsbeiräte für ein zufriedenes miteinander zu erfüllen, ist es wichtig, dass eine Gemeinde über die nötigen finanziellen Mittel verfügt. Im Vergleich zu unseren Nachbargemeinden schneidet Schenklengsfeld hier leider noch schlecht ab. Die Gemeinde Schenklengsfeld ist nicht in der Lage, die gewünschten, als auch ihr auferlegten Aufgaben aus eigener Kraft zu meistern. In Folge dessen müssen jährliche Kredite aufgenommen werden um zumindest die Pflichtaufgaben erfüllen zu können, da Schenklengsfeld zur Zeit über lediglich 1/10 der erforderlichen Finanzmittel verfügt. In Zahlen bedeutet dies bei einem erforderlichen Finanzbedarf von ca. 3.000.000 Euro pro Jahr stehen lediglich ca. 300.000 Euro pro Jahr zur Verfügung. Die kontinuierliche Aufnahme von Krediten ist eine kurzfristige und unzufriedenstellende Problemlösung, welche auf Dauer nicht finanzierbar ist und schon viel zu lange praktiziert wurde. Auch ist es für mich als Bürgermeister der Großgemeinde nicht befriedigend, wenn ich unseren Ortsbeiräten aus finanziellen Gründen ihre Wünsche nicht oder nur zum Teil erfüllen kann. Diese setzen sich mit Herzblut für ihre Ortsteile ein und haben es verdient das man ihren Wünschen nachkommt.

Unsere Nachbarkommunen verfügen mittlerweile über mindestens die doppelten bis hin zu den zehnfachen Gewerbesteuereinnahmen. Um hier aufzuholen werden zur Zeit zwei Gewerbegebietserweiterungen geplant. Die zukünftigen Gewerbeflächen sind bereits größtenteils an ansiedlungswillige Unternehmen vermarktet. Nach derzeitigem Kenntnisstand könnten hier ca. 120 Arbeitsplätze entstehen. Für die stillgelegte Bahntrasse ist auf Grund des unermüdlichen Einsatzes des Fördervereins Werra - Fulda Bahn e.V. und den Bürgermeistern ein Pachtinteressent vorhanden, der diese auf eigene Kosten reaktivieren möchte. Dies bietet der Gemeinde Schenklengsfeld neue Chancen mit Sondergenehmigung ein Gewerbegebiet „Bahn“ in Kooperation mit der Gemeinde Hohenroda zu entwickeln. Neue Arbeitsplätze vor Ort, als auch zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen könnten hier entstehen. Ebenfalls steht die Gemeinde Schenklengsfeld zur Zeit mit dem Bürgermeister der Kreisstadt Bad Hersfeld und dem Bürgermeister der Gemeinde Hauneck in Kontakt mit dem Ziel ein gemeinsames Gewerbegebiet mit Autobahnanschluss an der „blauen Liede“ zu entwickeln. Die ursprünglich durch mich identifizierte und angedachte Größe des potentiellen Gewerbegebietes von 80 ha ist hier zunächst nicht realisierbar, jedoch 30 ha könnten durchaus genehmigungsfähig sein, was im Umkehrschluss die Schaffung von ca. 1000 neuen Arbeitsplätzen in der Region und zukünftige Gewerbesteuereinnahmen von ca. 3.000.000 Euro bedeuten könnte. Um die Kaufkraft vor Ort zu stärken sind zur Zeit 97 neue Bauplätze und eine Seniorenresidenz mit ca. 65 Betreuungsplätzen in der Kerngemeinde Schenklengsfeld in Planung. Derartige Mammutprojekte können natürlich nicht von heute auf Morgen umgesetzt werden und bedürfen Zeit. Zeit die wir eigentlich nicht haben, uns jetzt aber nehmen müssen um die bestmöglichen Ergebnisse für die Gemeinde Schenklengsfeld, als auch das Werratal zu erzielen. Probleme werden nicht durch aussitzen gelöst oder aber indem man den amtierenden Bürgermeister innerhalb seiner Bestrebungen zum Wohle der Gemeinde öffentlich diffamiert, wie wir in der nahen Vergangenheit bitter erfahren und erkennen mussten. Im Gegenteil ungelöste Problem werden immer größer und teurer, je länger diese nicht bearbeitet werden. Wer die Zukunft gestalten möchte muss zunächst die Vergangenheit abarbeiten. Daher ist es gut und richtig, das seit 2018 offene Probleme angegangen wurden und nun alle gemeinsam anpacken um unser schönes Schenklengsfeld mit den vorher genannten Maßnahmen neu aufstellen und zukunftsfähig machen, damit unsere Nachfahren hier an dieser Stelle in 50 Jahren das 100 jährige Bestehen einer attraktiven und wirtschaftlich gesunden Großgemeinde Schenklengsfeld feiern können.

Ich wünsche Ihnen allen einen wunderbaren, erlebnisreichen Tag in unserem schönen Schenklengsfeld an welchen Sie sich gerne erinnern.