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Landershausen

Landershausen liegt am Süd-Westhang des Ringbergs. Der Ort mit seinen 203 Einwohnern (Stand: 31.12.2017) verfügt noch über mehrere sehenswerte Bauernhäuser in Fachwerkbauweise.

 

Landershausen wurde zum ersten Mal im Hersfelder Zinsverzeichnis des Jahres 1364 als „Lentershusen“ erwähnt. Ende des 14. Jahrhunderts trägt der Ort den Namen „Lanttirshusin“ und wird 1634 „Lendershausen“ genannt.

Es muss allerdings davon ausgegangen werden, dass eine Besiedlung schon wesentlich früher erfolgte. Der Fund einer Gussformhälfte aus feinem, hellem Sandstein mit zwei beidseitig eingeschliffenen Negativen für Beile aus Kupfer oder Bronze deutet darauf hin. Diese Form wurde von Peter Mausehund und Rolf Reinhard am 19. März 1989 beim Aufgraben einer verstopften Drainageleitung im Teichfeld gefunden.

 

 

Die Negative ergeben Beilformen mit S-förmig geschweiften Seiten und ausschwingenden Schneiden. Das die Form tatsächlich zum Guss verwendetet wurde, zeigen konturbegleitende dunkle Streifen entlang der Negativumrisse sowie die rötliche Färbung der Negativflächen. Beides sind Anzeichen für Hitzeeinwirkung, wie sie beim Eingießen und Kontakt mit flüssigem Kupfer oder Bronze entstehen. Die Form dürfte zur Herstellung von Beilen mit nachträglich ausgeschmiedeten Randleisten verwendet worden sein. Vermutlich gehört die Form in die Frühbronzezeit (2200-1500 v. Chr.).

 

Ortsansicht Landershausen mit dem Ringberg im Hintergrund

Ortsansicht mit dem Ringberg im Hintergrund