NABU: Herbstputz für Vögel und Winterschläfer: Nistkästen jetzt auf den Winter vorbereiten.

Großer Herbstputz für Vögel und Winterschläfer
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NABU Hessen: Nistkästen im Garten jetzt auf den Winter vorbereiten Wetzlar – Der Herbst ist die beste Zeit, um Nistkästen im Garten zu reinigen und auf den Winter vorzubereiten. „Nach der langen Brutzeit gilt es nun, die alten Nester zu entfernen und die Kästen gut auszubürsten. Da Singvögel für jede Brut ein neues Nest bauen, wären die Kästen sonst bald voll und es könnten sich Parasiten einnisten“, erklärt NABU-Vogelexperte Bernd Petri. Die Inspektion kann auch genutzt werden, um beschädigte Nistkästen zu reparieren und neue Nisthilfen aufzuhängen. Das Reinigen bereitet die Kästen nicht nur auf die nächste Brutsaison vor, sondern hilft den gefiederten Freunden auch in der kalten Jahreszeit. „Die leeren Vogelwohnungen werden im Winter von Höhlenbrütern wie Kohlmeise, Blaumeise und Kleiber als sicherer Schlafplatz genutzt, vor allem in kalten Nächten“, erläutert Petri. Da auch Gartenschläfer, Siebenschläfer, Haselmäuse und andere Kleinsäuger Nistkästen zum Überwintern aufsuchen, sollte man vor dem Öffnen des Deckels vorsichtig anklopfen, um die Tiere nicht aufzuschrecken. „Wer beim Öffnen ein großes frisches Nest aus Moos und Gras findet, sollte den Kasten gleich wieder schließen und erst im Frühling reinigen“, so Petri.


Das 1x1 der Nistkastenreinigung
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Für die optimale Nistkastenreinigung reichen Bürste und Handschuhe aus. Mit den Handschuhen zieht man das alte Nest aus dem Kasten und fegt ihn anschließend mit der Bürste oder dem Handfeger aus. „Da manche Vogelparasiten den Menschen als Fehlwirt befallen können, sollte man das Nistmaterial stets auf dem Komposthaufen oder in der Biotonne entsorgen. Sinnvoll ist es zudem, bei der Reinigung Handschuhe und eventuell einen Mundschutz zu tragen“, empfiehlt Petri. Vom Reinigen mit Wasser, Spül- oder Desinfektionsmittel rät der NABU ab. „Das trockene Ausfegen ist am besten. Wasser lässt Holzkästen aufquellen, die dann im Herbst nicht mehr richtig austrocknen. Reste von Chemikalien können die Jungvögel im nächsten Jahr schädigen“, so Petri.


Neue Nistkästen aufhängen
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Der Herbst eignet sich auch gut, um Lücken in der Wohnungsversorgung zu schließen und zusätzliche Nisthilfen anzubringen. Da die Vögel schon früh im nächsten Jahr mit dem Brutgeschäft beginnen, sollten die Kästen zeitig aufgehängt werden. Es empfiehlt sich, die Kästen in zwei bis drei Meter Höhe zu befestigen und nach Osten oder Südosten auszurichten. Dann sind die Nisthilfen zum einen vor starken Westwinden und Regen geschützt und zum anderen vor der direkten Mittagssonne an heißen Tagen. Wichtig ist es zudem, die nähere Umgebung des Einfluglochs frei von Ästen zu halten, um Beutegeifern wie Waschbären, Mardern und Katzen das Ausrauben der Brut zu erschweren.